Warum kleine Lohnfehler schnell teuer werden
Fehler in der Lohnabrechnung passieren häufiger, als viele Unternehmen glauben – und sie können nicht nur viel Zeit kosten, sondern auch erhebliche finanzielle Folgen haben. Von falschen Abzügen über fehlerhafte Meldungen bis zu versäumten Fristen: Jede Ungenauigkeit kann teure Korrekturen, Nachzahlungen oder sogar Bußgelder auslösen.
Hier erfahren Sie, welche 10 typischen Fehler besonders häufig auftreten – und wie Unternehmen sie vermeiden können.
1. Falsche oder unvollständige Mitarbeiterstammdaten
Schon kleine Abweichungen bei Steuerklasse, Krankenkasse oder Adresse führen zu Fehlberechnungen und fehlerhaften Meldungen.
2. Verspätete oder vergessene Meldungen
DEÜV-Meldungen, Sofortmeldungen oder Lohnsteueranmeldungen haben klare Fristen. Wer diese versäumt, riskiert Mahngebühren oder Sanktionen.
3. Fehlerhafte Zuschläge und Fehlzeiten
Ob Sonn-/Feiertagszuschläge, Krankheitstage oder Überstunden: Fehler in den Zeitdaten zählen zu den häufigsten und teuersten Abrechnungsproblemen.
4. Unrichtige Sozialversicherungsbeiträge
Berechnungsfehler bei Beitragspflichten oder falsche Einstufungen führen zu Nachzahlungen – oft rückwirkend für mehrere Monate.
5. Falsche Lohnarten oder fehlende Steuer-/SV-Kennzeichnung
Eine falsch gepflegte Lohnart kann die komplette Lohnabrechnung verfälschen und Prüfungen erschweren.
6. Nicht berücksichtigte Gesetzesänderungen
Sachbezugswerte, Mindestlohn, Beitragssätze oder Meldeverfahren ändern sich regelmäßig. Wer sie nicht rechtzeitig einpflegt, produziert fehlerhafte Lohnabrechnungen.
7. Fehler beim Übergang von Minijob zu Midijob (oder umgekehrt)
Hier entstehen regelmäßig Fehlbeträge – vor allem, wenn sich die Verdienstgrenzen ändern oder Beschäftigte in die Gleitzone hineinwachsen.
8. Unvollständige Dokumentation für Prüfungen
Fehlende Abrechnungsunterlagen, nicht nachvollziehbare Lohnarten oder unklare Zeitnachweise verlängern Prüfungen und können zu Rückfragen oder Nachforderungen führen.
9. Vergessene Ein- und Austritte
Gerade bei hoher Personalfluktuation führen verspätete Meldungen zu fehlerhaften Abrechnungen und unnötigem Aufwand.
10. Fehlende Kontrolle der externen Abrechnung
Auch externe Dienstleister benötigen klare, vollständige Informationen. Fehlende Absprachen oder keine Endprüfung führen leicht zu vermeidbaren Fehlern.
Wie lassen sich diese Fehler zuverlässig vermeiden?
► klare interne Prozesse
► vollständige, korrekt gepflegte Stammdaten
► digitale Übermittlung aller Änderungen
► regelmäßige Aktualisierung von Lohnarten
► strukturierte Ablage aller Unterlagen
► professionelle Unterstützung durch ein spezialisiertes Lohnbüro
Eine sorgfältige, digitale und fachkundige Lohnabrechnung reduziert Fehler merklich – und sorgt dafür, dass Unternehmen keine unnötigen Kosten tragen müssen.
Fazit
Viele Fehler in der Lohnabrechnung sind vermeidbar – wenn Prozesse klar definiert, Daten korrekt gepflegt und gesetzliche Änderungen regelmäßig eingearbeitet werden.
Mit einer professionellen und digitalen Lohnabrechnung lassen sich Risiken minimieren und unnötige Kosten verhindern.
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In unserer Rubrik Wussten Sie schon … des LoBu Magazins finden Sie spannende und oft überraschende Einblicke aus der Welt von Lohn, Gehalt und Sozialversicherung. Hier entdecken Sie Hintergründe, besondere Regelungen und interessante Fakten, die im Arbeitsalltag leicht übersehen werden.
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Ein Beitrag aus dem LoBu Magazin – erstellt von LoBu Office, Ihrem digitalen Lohnbüro.



