Aktualisierte Orientierung für Pflegeeinrichtungen und Arbeitgeber
Die AOK hat am 31.10.2025 eine aktualisierte bundesweite Übersicht über die regional üblichen Entlohnungsniveaus in der Pflege veröffentlicht. Diese Daten sind für Pflegeeinrichtungen, ambulante Dienste und weitere Arbeitgeber in der Pflegebranche von großer Bedeutung – insbesondere im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zur Tariftreue und den Anforderungen nach dem Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz (PUEG).
Die Übersicht zeigt, wie stark die Vergütungen je nach Region variieren und welche Orientierungswerte Arbeitgeber bei der Personalplanung, Kalkulation und Pflegesatzverhandlung berücksichtigen sollten.
Warum ist die Übersicht der AOK so wichtig?
Seit Einführung der Tariftreuepflicht müssen Pflegeeinrichtungen nachweisen,
dass sie mindestens das regional übliche Entlohnungsniveau zahlen.
Die AOK stellt hierzu jährlich eine detaillierte Orientierung bereit, die von:
► Pflegekassen
► Einrichtungen der stationären und ambulanten Pflege
► Lohnbuchhaltungen und Steuerkanzleien
► Aufsichtsbehörden
genutzt wird, um die Einhaltung der Vorgaben zu prüfen.
Die aktualisierte Übersicht von 2025 ist deshalb besonders relevant, da sie die aktuellen Marktbewegungen widerspiegelt und als Grundlage für Prüfungen im Jahr 2026 dient.
Regionale Unterschiede: Ein Blick auf die neuen Zahlen
1. Höhere Entlohnungsniveaus in westdeutschen Ballungsräumen
Dazu gehören u. a.:
► Nordrhein-Westfalen
► Rheinland-Pfalz
► Baden-Württemberg
► Teile Niedersachsens mit starker städtischer Prägung
► Metropolregionen wie München, Stuttgart oder Frankfurt
2. Mittlere Entlohnungsniveaus in vielen Mischregionen
Dazu zählen überwiegend:
► Niedersachsen
► Hessen
► Schleswig-Holstein
► Teile Bayerns und Sachsens
3. Niedrigere Entlohnungsniveaus in ländlichen und ostdeutschen Regionen
Dazu gehören u. a.:
► Mecklenburg-Vorpommern
► Brandenburg
► Sachsen-Anhalt
► Thüringen
► viele ländliche Regionen bundesweit
Wodurch entstehen diese regionalen Unterschiede?
Die AOK benennt mehrere Ursachen:
► Regionale Tarifstrukturen
► Lebenshaltungs- und Mietkosten
► Fachkräftemangel und Wettbewerb
► Unterschiedliche Landesstrukturen und Finanzierungssysteme
Relevanz für Arbeitgeber: Das müssen Pflegeeinrichtungen beachten
1. Pflicht zur Einhaltung des regional üblichen Entlohnungsniveaus
Pflegeeinrichtungen müssen die AOK-Werte kennen und nachweislich erfüllen.
2. Bedeutung für die Personalgewinnung
Wettbewerbsfähige Vergütung bleibt ein Schlüsselfaktor im Fachkräftemangel.
3. Auswirkung auf Pflegesatzverhandlungen
Die neuen Werte sind Grundlage für Kostenkalkulationen und Verhandlungen.
4. Relevanz für Lohnbuchhaltung und Controlling
Transparente und korrekte Entgeltstrukturen werden immer wichtiger.
Fazit
Die neue AOK-Übersicht vom 31.10.2025 ist eine zentrale Grundlage für das Jahr 2026.
Pflegeeinrichtungen sollten die Werte frühzeitig prüfen, korrekt umsetzen und für Personalplanung sowie Pflegesatzverhandlungen nutzen.
Weitere Informationen
Die vollständige Übersicht der regional üblichen Entlohnungsniveaus in der Pflege stellt der AOK-Bundesverband kostenfrei zur Verfügung. Pflegeeinrichtungen können dort alle aktuellen Werte für jedes Bundesland einsehen.
Die Übersicht ist hier abrufbar:
https://www.aok.de/gp/entlohnung-nach-tarif/tarifuebersicht/bundesweite-uebersicht-der-regional-ueblichen-entlohnungsniveaus
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